Methode
HAKOMI
Die HAKOMI-Methode verbindet in einem körperbezogenen, die untrennbare Einheit von Körper und Geist berücksichtigenden Ansatz tiefenpsychologische, systemische und transpersonale Perspektiven.
Es wird eine Verbindung von konflikt- und lösungsorientiertem mit prozesshaftem und bewusstseinsorientiertem Vorgehen möglich.
Die auf Achtsamkeit, Respekt und Wertschätzung basierende therapeutische Haltung ermöglicht es auch traumatisierten Menschen, sich mit überwältigenden Themen ohne innere Überforderung auseinanderzusetzen und positive, korrigierende Erfahrungen zu machen.
HAKOMI als achtsamkeitsbasierte Körperpsychotherapie
Die HAKOMI-Methode gehört zur Gruppe der achtsamkeitsbasierten, körper- und erfahrungsorientierten psychotherapeutischen Therapieverfahren.
Grundlage ist – neben einem humanistischen Weltbild – ein vom Alltagsbewusstsein zu unterscheidender Bewusstseinszustand, der allgemein als Achtsamkeit bezeichnet wird.
Mit dieser in therapeutischer Hilfestellung weiterzuentwickelnden Fähigkeit wird es möglich, sich mit den im Verlauf des Lebens erworbenen Grundhaltungen, körperlichen wie seelischen Reaktionsmustern und Erlebnissen auseinanderzusetzen.
Auf dieser Basis wird ein Transformationsprozess der Körper-Geist-Einheit durch Einsicht, Verständnis und Erfahrung ermöglicht, der auf dem menschlichen Wunsch nach Zufriedenheit und psycho-physischer Entspannung basiert. Es wird deutlich, aus welchen prägenden – zum Teil überfordernden oder traumatischen – Ereignissen oder Erfahrungen sich im Sinne eines Lösungsversuches aktuell dysfunktionale, leidverursachende Schutzmechanismen, Barrieren und Muster entwickelt haben.
MBSR · MBCT · MBCL
Achtsamkeit bedeutet im Zusammenhang von MBSR®, MBCT® und MBCL® die Fähigkeit zur Präsenz, zur Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments.
Durch Übung entwickelt sich die Fähigkeit, jederzeit die Position eines wohlwollenden, interessierten inneren Beobachters einzunehmen – und sich selbst, den Körper mit seinen Sinnen und Empfindungen, die Gedanken, Gefühle und die Welt in lebendiger, verbundener Weise wahrzunehmen.
MBSR® unterstützt ein tieferes Erkennen und Verstehen gewohnheitsmäßiger Denk-, Fühl- und Reaktionsweisen – vor allem im Umgang mit Schwierigkeiten – und reduziert den Stress bei den unvermeidbaren Erfahrungen des Lebens. Die Praxis der Achtsamkeit befähigt uns, innere Ruhe, Akzeptanz und Klarheit zu finden – auch angesichts körperlicher oder seelischer Schmerzen und trotz schwieriger Lebensumstände.
Das Training wurde vor über 30 Jahren von dem Molekularbiologen Prof. Jon Kabat-Zinn entwickelt. Die Wirksamkeit ist mittlerweile wissenschaftlich belegt; es wird in den USA und Europa zunehmend in Kliniken eingesetzt. Es ist weltanschaulich neutral, alltagsbezogen und beinhaltet Übungen zur Lenkung der Aufmerksamkeit und zur Bewegung.
MBCT® hilft – über den Umgang mit Stress hinaus – das Risiko des Rückfalls bei depressiven Phasen zu verringern. Es vermittelt die Fähigkeit, mit Stimmungsschwankungen und dysfunktionalem Gedankenkreisen besser umzugehen. MBCL® fördert die Entwicklung von Selbstwert, Selbstakzeptanz und Mitgefühl.
Termine bitte auf Anfrage.
Rituelle Trancehaltungen
Rituelle Trancehaltungen verschiedenster Kulturen wurden in den 1970er Jahren von der Anthropologin Prof. Dr. Felicitas Goodman erforscht.
Sie kam zu dem Ergebnis, dass das präzise Einnehmen dieser Haltungen in Verbindung mit rhythmischen Rasseln oder Trommeln eine vom Alltagsbewusstsein zu unterscheidende Bewusstseinsveränderung ermöglicht. In diesem – als Trance zu bezeichnenden – Bewusstseinszustand kommt es zu einem intensiven mentalen Erleben und einer tiefen körperlichen Entspannung bei gleichzeitigem Ruhen des logisch-kognitiven Denkens.
Die Fähigkeit zu dieser Art von Trance ist in jedem Menschen angelegt und kann als „biologische Tür" zu einer anderen Erfahrungswelt und zur Entwicklung neuer Sichtweisen genutzt werden. Durch Haltung und Absicht kann Zugang zu verschiedensten Themenbereichen – etwa Vision, Übergang oder Aufgabe – gefunden werden.
Die Auswahl der Trancehaltung richtet sich nach der Fragestellung. Eine Trancesitzung kann bis zu 2,5 Stunden dauern. Ein Vorgespräch ist nötig.